Engagiert zusammen leben in Dielheim 


FÜHRUNGSAKADEMIE



Abschlussveranstaltung „Engagiert zusammen leben“ in Dielheim

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Als eines der ältesten Feste der Menschheit kennt man das Erntedankfest in den Herbstmonaten. Traditionell gilt es dabei, dank zu sagen zum Ende der Erntezeit für die Früchte auf den Feldern der Erde, die den Menschen zur Nahrungsaufnahme dienen. Aber man lebt nicht nur vom Brot allein. Zu einem menschenwürdigen Leben gehört neben Essen und Trinken auch ein entsprechender Umgang miteinander. Ein funktionierendes Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Konfession oder Kultur setzt ein tolerantes Miteinander voraus. Diese große Aufgabe anzugehen, schrieben sich vor nunmehr 15 Monaten Bürger und Bürgerinnen auf ihre Fahne, mit dem Projekt „Engagiert zusammenleben in Dielheim“. Gefördert wurde dieses Projekt aus Mitteln des Ministeriums für Soziales und Integration, durchgeführt durch die Führungsakademie Baden Württemberg.  


Die erste Ernte, bestehend aus einer Vielzahl von Einzelprojekten, ist inzwischen eingefahren, wie am Erntedank-Sonntag bei der (vorläufigen) Abschlussveranstaltung im Dielheimer Pfarrsaal festzustellen war. Bürgermeister Thomas Glasbrenner nahm bei der Projektpräsentation die Gelegenheit wahr, allen, sowohl ehrenamtlich als auch hauptamtlich Tätigen zu danken, für ihr bürgerschaftliches Engagement, auf das man gemeinsam an diesem Oktober-Sonntag zurückblicken konnte. Die Infostände vor Ort verdeutlichten es nochmals bildlich, was seit der Auftaktveranstaltung  2018 alles auf den Weg gebracht wurde, von Teilnehmern aus allen sozialen Schichten, ob Neubürger, Migranten oder Ur-Dielheimer. Selbst ein Mensch mit großem gesundheitlichem Handicap, fand durch die Chance der Projektmitarbeit wieder zurück in das gesellschaftliche Miteinander. Dafür dankte diese Person in bewegenden Worte. „Hier bin ich Mensch, hier darf ich´s sein“; man fühlte sich an Goethes Zitat erinnert.


In diese Richtung zielte auch die Schaffung des Dielheimer Bürgergartens, nicht nur zum Gärtnern, sondern auch als Begegnungsort von Menschen aller Kulturen. Diese Möglichkeit bietet auch der interkulturelle Kochtreff, oder das „Picknick  der Kulturen“ das im Sommer stattfand. Die naturnahe Aktion „Pflück mich“ fand wegen ihrer großen Resonanz schon Nachahmung in den Nachbargemeinden. Dem ökologischen Aspekt wurde durch das Töpfern von Nisthilfen für Wildbienen Rechnung getragen. Die Gruppe hat sich den Bau von „sinnvollen“ Insektenhotels zur Aufgabe gemacht. Kreativität ist hier genauso gefragt, wie im Malatelier, wo auch die „Pflück mich“ Buttons zur Baummarkierung gestaltet wurden. Der „Fair trade town“ soll künftig einen Nachhaltigkeitsprozess in der Gemeinde auslösen, unter Berücksichtigung von sozialen, ökonomischen und ökologischen Komponenten. In den Startlöchern steht auch schon der „Digitale Dorfplatz“, ein lokales und vertrauenswürdiges soziales Netzwerk, das ein cleveres Zusammenleben vor Ort und in der Region ermöglichen soll. Weiter gehen kann es auch mit dem spielerisch angelegten Kurs „Enkeltauglich leben“ um eine Welt zu hinterlassen, die lebenswert ist. Aus all diesen Gründen muss der Projektprozess weitergeführt werden. Auch die Mandatsträger aus der Kommunalpolitik teilten diese Auffassung bei ihren Statements in einer Gesprächsrunde nach der Mittagspause. Wie von anderer Seite zu hören war, bedarf es lediglich dreier Dinge: Engagement, Räume und Geldmittel. Alles scheint in der Gemeinde vorhanden zu sein. Es bewegt sich was, stellte auch Ordnungsamtsleiter Uwe Bender fest, auch mit großartiger Unterstützung der bisherigen Prozessbegleiter und der Veranstaltungsmoderatoren Dagmar Gebhardt und Christoph Weinmann. Mit einem kräftigen Applaus dankten die Anwesenden den Beiden für die wertvolle Begleitung. Diesen durfte auch die junge Neubürgerin Julia Hornschuh entgegennehmen. Sie gab der Veranstaltung mit ihrem gelungenen Klavierspiel und ihrer beeindruckenden Stimme nochmals eine besondere Note.


Wer im engagierten Team mitarbeiten oder auch neue Ideen einbringen möchte ist zu den monatlichen Bürgerstammtischen ganz unverbindlich eingeladen. Das nächste Treffen findet am Donnerstag, den 7.November um 19.00 Uhr im Mühlengasthof „Zum weißen Rössel“ in Dielheim statt.


Die Dokumentation zu dieser Veranstaltung finden Sie hier.


AbschlussveranstaltungAbschlussveranstaltungAbschlussveranstaltung


Gut besuchter Vortrag zum Thema "Gemeinwohlökonomie"


Im Rahmen des Gemeindeprojektes „Engagiert zusammen leben in Dielheim“ lud die Projektgruppe „Gemeinwohlökonomie“ zu einem Vortrag im Dielheimer Bürgersaal ein.


Dielheimer Bürger*innen, Gemeinderatsmitglieder und Unternehmer*innen sowie auch auswärtige Besucher waren gekommen. Bürgermeister Thomas Glasbrenner bekundete in seiner Begrüßung Interesse und Offenheit für das gewählte Thema.

Nach einem pfiffigen Kurzfilm mit einem Überblick zur Gemeinwohlökonomie (GWÖ), s. Internet, schilderten die beiden Referenten ausführlich und anschaulich die Besonderheiten dieses Modells.


Joachim Langer, Bildungsreferent und im GWÖ-Netzwerk aktiv, hat seine Tätigkeit als Berater aufgegeben, um sich ganz der GWÖ-Bewegung widmen zu können. Er begleitet zudem Unternehmen bei der Erstellung einer Gemeinwohlbilanz.

Die GWÖ-Bewegung, 2010 von dem Österreicher Christian Felber gegründet, stelle das „Gemeinwohl“ als Ziel in den Mittelpunkt nachhaltigen wirtschaftlichen Handelns, d.h. die Befriedigung menschlicher Bedürfnisse wie Nahrung, Arbeit, Wohnraum, friedliches Miteinander etc., wie sie sinngemäß in den meisten Verfassungen der Welt zu finden sind.

Damit wolle die GWÖ-Initiative einen „Wandel herbeiführen“ und demokratische Werte wie „Menschenwürde, ökologische Nachhaltigkeit, Solidarität und Gerechtigkeit, Mitbestimmung und Transparenz“ wieder verstärkt ins Wirtschaftsleben bringen.

Firmen, die die GWÖ voranbringen möchten, erstellen freiwillig eine Gemeinwohlbilanz. Darin geben sie an, inwieweit ihnen die Einhaltung dieser Werte in der Beziehung zu ihren Lieferant*innen, Eigentümer*innen und Finanzpartner*inne, ihren Mitarbeitenden und Kund*innen, Ihren Mitunternehmen und im gesellschaftlichen Umfeld möglich ist. Hier wird schon deutlich, welch ein umfangreiches Werk eine solche GWÖ-Bilanz darstellt.


Uwe Treiber, Inhaber und Geschäftsführer der Fa. Sonnendruck in Wiesloch und Gründer der lokalen GWÖ-Unternehmergruppe berichtete anschaulich über die Entwicklung in seiner Firma. Er habe den Betrieb vor 10 Jahren übernommen, viele Druckereien mussten seitdem schließen. 2012 nach dem Kennenlernen von Christian Felber und dessen Ideen habe er diese gleich in die Tat umgesetzt, d.h. „ressourcenschonend und nachhaltig“ zu wirtschaften unter Einbeziehung seiner Mitarbeitenden und der Abgabe an Verantwortung an sie. Die Mitarbeitenden hätten „mitgezogen“, kämen gerne zur Arbeit, „keine Fluktuation. Auch die Kund*innen kämen wegen seiner GWÖ-Zugehörigkeit zu ihm. Die Firma laufe gut, er brauche „keine Riesengewinne“. Die Erstellung einer GWÖ-Bilanz sei viel Arbeit. Leider sei Lieferantenkette bis auf die Großhändler weiterhin ziemlich „undurchschaubar“. Immerhin hat Uwe Treiber in seiner neuen 3. Bilanz wieder einen höheren Punktwert erreicht!

Die Bilanzen der GWÖ-Unternehmen könne man überall auf den Homepages öffentlich einsehen. Durch diese Transparenz in ihren GWÖ-Bilanzen würden die GWÖ-Firmen u.a. als „attraktive Arbeitgeber sichtbar“ und erreichten „Anerkennung durch Kund*innen und Gesellschaft“, was wiederum zu „positiven Anreizen“ für nachhaltiges Wirtschaften führe, was bisher in unserer Wirtschaftsordnung fehle, so Joachim Langer. Die GWÖ-Unternehmer seien Pioniere, aber es gäbe schon 50 Regionalgruppen in Deutschland, weltweit 500 bilanzierte Unternehmen, knapp 60 Gemeinden und Städte, wobei die GWÖ in 40 Ländern vertreten sei.


Auch Gemeinden können GWÖ-Bilanzen erstellen, ebenfalls öffentlich einsehbar. Die Stadt Stuttgart habe 2 gemeindeeigene Betriebe bilanziert, die Stadt Mannheim stehe kurz vor der Fertigstellung von 4 Bilanzen von eigenen Betrieben.

In der folgenden lebhaften Fragestunde meldeten sich auch kritische Stimmen bezüglich der Kosten, der Grenzen bei der Verfügbarkeit von Ressourcen und möglichem Zertfikats-Missbrauch. Auch das Thema GWÖ in Dielheim wurde angesprochen. Empfohlen wurde, dass sich Firmen und Gemeinden nach der Devise „sich in kleinen Schritten nähern“ mit der GWÖ befassen und sich Unterstützung in anderen Gemeinden oder innerhalb der eigenen Branche holen könnten. Der Vorteil der GWÖ sei noch, dass sie einen praktischen Leitfaden biete zur Erfüllung der 17 Ziele der „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ der United Nations.

Um die GWÖ-Idee weiter zu tragen, bietet die Dielheimer GWÖ-Projektgruppe im nächsten Jahr für alle Dielheimer den Kurs „Enkeltauglich leben“ an, der auf den Säulen der GWÖ beruht. Ein spielerisch angelegter Kurs, kreiert im Katholischen Bildungswerk Traunstein.


Gemeinwohlökonomie  Gemeinwohlökonomie1  Gemeinwohlökonomie2



Projektgruppe „Lokale Situation“

Pflück mich! Alles Mirabelle, oder was?


Ausgerüstet mit den gelben „Pflück mich!“ Plaketten (s. Foto), machten sich zwei gut gelaunte Gruppen bei angenehmen Temperaturen in Horrenberg und Balzfeld am 13. Juli auf den Weg, um Obst- und Nussbäume zu markieren. Besonders freute die Projektgruppe, dass auch neue Gesichter dem Aufruf gefolgt waren und mitwanderten.

Nach der Eröffnung des Dielheimer Bürgergartens ist dies die zweite Maßnahme der Gruppe „Lokale Situation“ im Rahmen von Engagiert zusammen leben in Dielheim. Frau Sunghee Lee, die auch das Malatelier in Dielheim leitet, hatte für „Pflück mich“ die sehr ansprechende und gut erkennbare Plakette gestaltet.

Obst- und Nussbäume, die der Öffentlichkeit zur Aberntung zur Verfügung stehen, sind ab sofort durch die gelben Plaketten gut erkennbar: Köstliche Mirabellen, (Herz-) Kirschen, Äpfel und Nüsse dürfen geerntet  und genüsslich verspeist werden.

Mit einer weiteren Aktion werden auch die Dielheimer und sowie die Bäume in Unterhof und Oberhof mit der Pflück mich! Plakette versehen. Termin folgt.

Ansprechpartner

Ordnungsamt Dielheim:
Herr Uwe Bender
Tel: 06222/781-38
Fax: 06222/781-29
E-Mail: Uwe.Bender@dielheim.de



Projektgruppe „Bildung“

Picknick der Kulturen

Wo Frühlingsrolle auf Apfelkuchen trifft: Weil gemeinsames Ernten, sich kennenlernen und austauschen wunderbar zusammenpasst, organisierte die Projektgruppe „Bildung“ im Anschluss an die Markierungsaktion ein gemeinsames Picknick der Kulturen.

Ein Ziel der Projektgruppe „Bildung“ ist die Vernetzung der Bürgerinnen und Bürger, gleich welchen Hintergrunds, eine Plattform zu schaffen für Kommunikation und Austausch. Dazu passte das Picknick der Kulturen auf dem Gelände der Horrenberger Grundschule ganz hervorragend: An einer langen Tafel ergaben sich gute Gespräche, die die Vielfalt der individuell mitgebrachten Speisen und des Buffets wiederspiegelten.


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Stammtisch „engagiert zusammen leben in Dielheim“


„Lasst uns im Dialog und Austauch bleiben“, das ist der Grundgedanke, warum einige Bürgerinnen und Bürger einen Stammtisch „engagiert zusammen leben in Dielheim“ ins Leben gerufen haben. Immer am ersten Donnerstag eines Monats trifft sich der offene Stammtisch  um sich auszutauschen, bestehende Projekte zu vervollständigen über neue Projekte zu diskutieren und bei der Lösung aktueller Probleme in Dielheim und den Ortsteilen zu helfen.

Ohne Begegnung kein Dialog und ohne Dialog können Probleme in der Gemeinde nicht gelöst werden. Deshalb sind alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen, sich in ungezwungenem Rahmen auszutauschen.



Die Treffen finden immer am ersten Donnerstag eines Monats ab 19 Uhr statt. Der Tisch ist am Wimpel zu erkennen. 


Wimpel Stammtisch


Hier sind die nächsten Termine:


Do.,     07.11.             Mühlengasthof Zum Weißen Rössel, Dielheim

Do.,     05.12.             Zum Wilden Mann, Horrenberg


Jede/r ist willkommen!



Am 29.05.2019 fand ein Workshop zum Thema: "Was braucht es für´s Ganze? Nachhaltige Strukturen und Ressourcen schaffen" statt. Die Dokumentation hierzu finden Sie hier.




Die drei Gruppen „Lokales“, „Bildung“ und „Ressourcen“ hatten Ihre ersten Treffen, um sich zu organisieren, Projekte zu definieren und um dafür Arbeitsgruppen / Teams zu bilden. Wen z.B. folgende Themen interessieren, kann sich gerne melden, einbringen und mitgestalten:


- Gemeinwohlökonomie
- Natur-und Umweltschutz
- ÖPNV, Transport und Verkehr
- Flüchtlinge
- Bildung
- Fair Trade Town

Auch die direkte Einbeziehung Jugendlicher in Gestaltungs- und Entscheidungsprozesse, die Unterstützung von bereits vorhandenen Projekten und die Erhaltung der Dielheimer Brunnen sind aktuelle Themen.


Wer wir sind: Dielheimer (aus Dielheim, Horrenberg, Balzfeld, Unterhof und Oberhof): Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Senioren; Alteingesessene und Zugezogene; Menschen mit oder ohne Migrationshintergrund. Wer sich einbringen oder engagieren möchte, ist herzlich willkommen. Eine Verpflichtung zu dauerhafter Mitarbeit / Anwesenheit gibt es nicht. Wichtig ist die Unterstützung des Gesamtprozesses.


Ansprechpartner

Ordnungsamt Dielheim:

Frau Grabenbauer / Herr Mohr

Tel: 06222/781-37 / 06222/781-59

Marcel.Mohr@dielheim.de

birgit.grabenbauer@dielheim.de


Gemeinsam säen, ernten und eine starke Gemeinschaft sein

Am vergangenen Valentins-Donnerstag traf sich die Projektgruppe „Lokale Situation“ im Gewölbekeller der Gemeinde Dielheim zum ersten Mal. Die Projektgruppe als Teil des Projekts „Engagiert zusammen leben in Dielheim“ widmet sich besonders der lokalen Verbindung aller Dielheimer, ob alteingesessenen, geflüchtet, zugezogen, Kind, Jugendlicher, Erwachsener.

Folgende primäre Ziele legte sie fest, aus denen dann Handlungen und Maßnahmen abgeleitet werden:

  • Neue Kommunikationsplätze schaffen
  • Öffentlichkeitsarbeit und Informationsfluss
  • Aktive Willkommenskultur für alle
  • Starke Gemeinschaft
  • Respekt und Toleranz

Resultierend aus diesen Zielen ist der Wunsch groß, den Worten auch Taten folgen zu lassen. Konkret sind als erste Schritte geplant:

Gemeinsam sähen
Ein Herzensprojekt der Gruppe ist das Thema „Garten“ als Kommunikationsplatz für alle Dielheimer, ob zugezogen, geflüchtet oder alteingesessen, jung oder alt. Dies entstand aus einer Anregung von einer Geflüchteten aus Afghanistan im Projektworkshop „Engagiert zusammen leben in Dielheim“ im November, die sich eine Möglichkeit wünschte, Blumen und Gemüse anzupflanzen.

Gemäß der Zielsetzung, neue Kommunikationsplätze zu schaffen, werden aktuell brachliegende Gartenflächen in Dielheim, Horrenberg und Balzfeld gesucht und dann wiederbelebt. Seite an Seite können dann die Dielheimer in Dielheim, Horrenberg und Balzfeld diese Gärten zum Blühen bringen: In der Mitte der einzelnen Parzellen wird ein Gemeinschaftsgarten entstehen, der gemeinsam bewirtschaftet wird und der zum gemütlichen Feiern und Beisammensein genutzt werden kann.

Gemeinsam ernten
Als weitere Maßnahme sollen ab Herbst Obst- und Nussbäume, die der Öffentlichkeit zur Aberntung zur Verfügung stehen, identifiziert und gekennzeichnet werden. Denn viele schmerzt der Anblick der tragenden Obstbäume, die nicht abgeerntet werden. Oft besteht Unsicherheit darüber, wem dieser jeweilige Baum gehört, denn man möchte sich schließlich nicht des Mundraubes schuldig machen. Künftig können dann alle Dielheimer mit gutem Gewissen eben diese Äpfel, Birnen und Co. im Herbst mit nach Hause nehmen. Auch dies kann ein guter Anlass sein, sich zusammen zu tun und gemeinsam zu ernten, was in unserer schönen Gemeinde so wächst.

Nachbarschaftsfest
Wenn die Menschen sich persönlich kennenlernen, dann klappt es auch mit dem engagiert zusammen leben in Dielheim, so die These der Projektgruppe „Lokale Situation“. Denn Anonymität ist nicht nur ein Großstadtproblem – auch in Dielheim gab es 2018 einen Zuzug vieler Neubürger (nicht nur in den Neubaugebieten Balzfeld und Eckertsberg) – wie viele davon kennen Sie persönlich?
Weil es unser Leben bereichert, wenn wir miteinander in Kontakt sind, plant die Projektgruppe ein Nachbarschaftsfest um die Einzelgruppen der Gemeinde Dielheim besser miteinander bekannt zu machen und neben Geflüchteten auch Neubürger wesentlich stärker zu integrieren. Das Fest wird fester Bestandteil unserer starken Dielheimer Gemeinschaftskultur werden und unser Bürgermeister Glasbrenner wird die Neubürger dazu persönlich einladen.

Öffentlichkeitsarbeit und Informationsfluss
„Man sieht nur, was man weiß“ (Goethe): In der Gemeinde Dielheim gibt es bereits eine große Vielfalt an Angeboten, die jedoch für viele noch nicht sicht- und greifbar sind. Oder wussten Sie schon, dass es eine Kunstwerkstatt für Kinder und Jugendliche gibt, die von der Kunsttherapeutin SongHe Lee geleitet wird? Zudem werden weitere Veranstaltungen für Jung und Alt im Zusammenhang mit Integration folgen, die Termine werden im Gemeindeblatt und auf der Homepage bekannt gegeben.

Die Projektgruppe wird sich dem Thema Öffentlichkeitsarbeit und Informationsfluss in ihrem nächsten Treffen widmen.

Ansprechpartner

Ordnungsamt Dielheim:
Herr Uwe Bender
Tel: 06222/781-38
Fax: 06222/781-29
E-Mail: Uwe.Bender@dielheim.de



Erstes Arbeitstreffen der Ressourcen-Gruppe 


Beim ersten Arbeitstreffen der Ressourcen-Gruppe von „Engagiert zusammen leben in Dielheim“ wurde über anzustrebende Ziele sowie über konkrete Maßnahmen / Projekte und dafür notwendige Handlungen gesprochen. Wichtig ist es, Ziele festzulegen, um dann die geeignete Massnahmen und Handlungen (den Weg zum Ziel) dafür zu formulieren.


Die Ressourcen-Gruppe formulierte für ihre Arbeit zunächst zwei übergeordnete Ziele:


1. Aktivitäten bürgerschaftlichen Engagements in Dielheim insgesamt betrachten, Informationen über Projekte und Arbeitskreise sammeln, bündeln und weitergeben. Für die Vergangenheit und auch aktuell stellt die Ressourcen-Gruppe fest, dass in Dielheim immer wieder Veranstaltungen z.B. zu Themen wie Klima, Energie, Gemeindeentwicklung, Asyl etc. stattfinden, dass aber vieles nicht bei uns Dielheimern ankommt bzw. wahrgenommen wird. In Zukunft sollen alle derartigen Aktivitäten vernetzt werden, um Synergieeffekte zu erzeugen und zu nutzen, um möglichst viele Menschen in Dielheim zu erreichen und zu informieren.


2. Wir haben festgestellt, dass die Bereitschaft, etwas in der Gemeinde für die Gemeinschaft zu tun und mitzuwirken, sehr gross ist. Es geht allerdings viel Energie & Information verloren, weil Angebote und Projekte nicht wahrgenommen werden. Das zweite Ziel: Es sollen möglichst viele Dielheimer zum Mitmachen in bürgerschaftlichen Gestaltungsgremien & Projekten gewonnen werden.


Zielgruppe: Alle Dielheimer. „Dielheimer ist, wer in Dielheim lebt“: Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Senioren; Alteingesessene und Zugezogene; Menschen mit oder ohne Migrationshintergrund. Wer sich einbringen oder engagieren möchte, ist herzlich willkommen. Eine Verpflichtung zu dauerhafter Mitarbeit / Anwesenheit gibt es nicht. Wichtig ist die Unterstützung des Gesamtprozesses.

Der Massnahmenkatalog (Projekte, Themen) kann je nach dem Interesse jederzeit erweitert werden. (Gemeinwohlökonomie, Natur-und Umweltschutz, ÖPNV, Transport und Verkehr, Flüchtlinge, Bildung, Fair Trade, Einbeziehung Jugendlicher in Gestaltungs- und Entscheidungsprozesse sind aktuelle Themen).



2. Treffen der Projektgruppe ein voller Erfolg


Im Rahmen des Programmes „Integration durch Bürgerschaftliches Engagement und Zivilgesellschaft“ fand am 19.01.2019 in der Aula der Leimbachtalschule ein weiteres Treffen der Projektgruppe statt.


Eingeladen hatte die Gemeinde Dielheim und hier ganz persönlich Bürgermeister Thomas Glasbrenner, der zu Beginn der Veranstaltung die rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen gesellschaftlichen und sozialen Schichten Dielheims recht herzlich begrüßte.

Die Moderatoren der Führungsakademie Baden-Württemberg Herr Christoph Weinmann und Frau Dagmar Gebhardt fassten nochmals die Ergebnisse des letzten Treffens zusammen, sodass jeder der Teilnehmer in die Thematik einsteigen konnte.

Hauptanliegen dieses Treffens war, dass sich die Arbeitsgruppen zu den einzelnen wichtigen Themenfelder finden und ihre Ziele definieren. Bereits in der Vorrunde wurde deutlich, dass alle Teilnehmer nun endlich in die praktische Arbeit einsteigen wollen. Hierbei war den Teilnehmern besonders wichtig, den Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde Dielheim aufzuzeigen, wo es wichtig ist, gemeinsam anzupacken damit Integration gelingt.


Integration soll im Projektzusammenhang keinesfalls nur die Asylsuchenden betreffen. Vielmehr geht es darum, die neu zugezogenen Flüchtlinge, alle Neubürgerinnen und Neubürger mit oder ohne Migrationshintergrund in die Dorfgemeinschaft einzugliedern.

Bis zur Mittagspause erhielten alle Teilnehmer wichtige Informationen über das weitere Vorgehen und wie die Arbeit strukturiert vorangehen kann. Nach der Mittagspause zogen sich dann die vier Gruppen


· Engagement

· Bildung und Emotionen

· Ressourcen

· Lokale Situation


in einzelne Klassenzimmer zurück um die Ziele-Maßnahmen-Projekte zu finden und zu formulieren.


Durchweg war die Arbeit konstruktiv und brachte viele brauchbare Ergebnisse zu Tage, die von den einzelnen Gruppen nun in naher Zukunft umgesetzt werden. Die Treffen der einzelnen Gruppen sind öffentlich und die Mitarbeit weiterer interessierter Bürgerinnen und Bürger in der praktischen Umsetzung vor Ort sehr willkommen.



Integration in Dielheim für Menschen mit und ohne Migrationshintergrund soll nun eine „Stimme“ bekommen die nicht nur leise flüstert, sondern von allen in Dielheim gehört wird und zumindest so laut wie die der Kritiker, zu hören ist.


Die Dokumentation der Veranstaltung finden Sie hier.




AUFTAKTVERANSTALTUNG „ENGAGIERT ZUSAMMEN LEBEN IN DIELHEIM“ EIN VOLLER ERFOLG


Im Rahmen des Programmes „Integration durch Bürgerschaftliches Engagement und Zivilgesellschaft“ in welchem die Gemeinde Dielheim in einem Auswahlverfahren des Landes Baden-Württemberg aufgenommen wurde, fand am 24.11.2018 im Vereinsraum der Leimbachhalle die Auftaktveranstaltung statt.


Eingeladen hatte die Gemeinde Dielheim und hier ganz persönlich Bürgermeister Thomas Glasbrenner. Rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen gesellschaftlichen und sozialen Schichten Dielheims zeigten durch ihr Kommen, dass das Thema Integration und das gute zusammen leben in Dielheim ein Thema ist, dass es zu bearbeiten und umzusetzen gilt. Auch Flüchtlinge aus Dielheim beteiligten sich an der Veranstaltung. Um die Verständigung zu gewährleisten, nahm die Integrationsmanagerin Frau Al Saie die Übersetzerrolle ein.


Die Moderatoren des Tages, Frau Dagmar Gebhardt und Herr Christoph Weinmann führten gekonnt durch verschiedene Themenfelder und animierten die Teilnehmer zur intensiven Mitarbeit. Bei der Frage, wer von den Anwesenden in seiner Familie Vorfahren mit Migrationshintergrund hat wurde schnell deutlich, dass gut 50% der Anwesenden hiervon betroffen waren. Sogar sogenannte „Ur-Dielheimer“ standen in den Reihen der Teilnehmer mit ausländischen Vorfahren. Somit wurde nochmals deutlich wie wichtig die Aufarbeitung der Frage hinsichtlich Integration in Dielheim ist, und das es schon in den vergangenen Jahrzehnten in Dielheim gelungene Integration gegeben hat.

Im September erarbeitete die Projektbegleitgruppe Leitsätze und Themen zum Thema Integration in Dielheim, die noch einmal von den Moderatoren den Teilnehmern vorgestellt und erläutert wurden. Zu den einzelnen Themen „Emotionen“, „Bildung“, „Ressourcen“, „Lokale Situation“ und „Engagement“ bildeten sich sodann Arbeitsgruppen die sich mit den Fragen: 


- was läuft nicht gut? Welche Herausforderungen gibt es?

- was läuft gut, was wollen wir ausbauen?

- welche Ideen bestehen dazu?


auseinandersetzten und entsprechend ausarbeiteten. Hier wurde deutlich, dass nicht alles schlecht in Dielheim läuft, auch wenn es oftmals in der Bevölkerung so kommuniziert und dargestellt wird. Allerdings war man sich abschließend einig, dass in allen Themenfeldern dringend Handlungs- und Gesprächsbedarf für Dielheim besteht um die Situation noch besser zu machen.

Nach der Mittagspause konnten die Teilnehmer ein Zukunftsbild zum Thema

„Im Jahr 2023 ist das Zusammenleben vieler Kulturen in Dielheim sehr gelungen. Wie sieht das engagierte Zusammenleben in Dielheim aus? gestalten.


Das Ergebnis war hervorragend und man konnte spüren, dass es den Teilnehmern wichtig ist, die Integration in Dielheim zu einem Erfolg zu bringen.


Beim nächsten Treffen am 19.01.2019 sollen sich die Arbeitsgruppen zu den einzelnen Themenfeldern bilden, damit die Umsetzung der erarbeiteten Ziele in Dielheim starten kann.


Die Dokumentation der Veranstaltung finden Sie hier.


Auftaktveranstaltung Bild 1      Auftaktveranstaltung Bild 2



Asylkreis                                                                                                                 


Arbeitskreis Asyl                                        


Für ein gutes Miteinander hat sich in Dielheim ein Arbeitskreis Asyl gegründet. Hier geht es darum, den Flüchtlingen den Anfang und die Integration zu erleichtern – aber auch, den Dielheimer Bürgern und Bürgerinnen als Ansprechpartner & Vermittler zu dienen.

Wir wollen direkt vor Ort für unsere Mitmenschen da sein und da helfen, wo Hilfe benötigt wird. Partei-und konfessionsunabhängig.
Unser Arbeitskreis wurde im Dezember 2015 gegründet. Wir sind ein Arbeitskreis ehrenamtlicher Helfer, unterstützt von der Gemeinde Dielheim und vernetzt mit anderen Arbeitskreisen in der Region.

Wenn Sie uns gerne aktiv unterstützen möchten, kommen Sie zu einem unserer Treffen oder helfen Sie in einem unserer Arbeitskreise (Bildung, Spenden, Freizeit, Soziales, Gesundheit, Öffentlichkeitsarbeit, Arbeits- und Wohnungssuche, Patenschaften oder als Dolmetscher) mit.


Wie arbeiten in verschiedenen Arbeitsgruppen:


Bildung (vor allem Deutschunterricht)
Organisation (Struktur, Organisation)
Freizeit: Kultur und Sport
Soziales
Integration in die Arbeitswelt
Wohnen
Patenschaften

……
Ein sinnvolles und gutes Miteinander geht immer von zwei Seiten aus. Fragen, Ängste und Sorgen sind selbstverständlich, diesen offen und gemeinsam zu begegnen nimmt Ängste und beantwortet die Fragen. Wenn Sie sich für eine Mitarbeit interessieren – besuchen Sie uns.

Patenschaften
Übernehmen Sie - alleine oder als Gruppe - eine Patenschaft für eine Person oder eine Familie, helfen Sie bei Alltäglichem und bei der Integration, geben Sie Menschen etwas von Ihrer Zeit.

Zeitspenden
Helfen Sie mit, unterstützen Sie Arbeitskreise, Einzelaktionen oder verbringen Sie Zeit mit unseren Neubürgern: Beim Spazieren gehen, Fahrrad fahren, einkaufen – oder einfach bei einem Gespräch.
Sachspenden

Über den jeweiligen Bedarf können sie sich über die Arbeitsgruppen informieren.

Kontaktaufnahme:

E-Mail: Arbeitskreis-Asyl@dielheim.de


Geldspenden

Finanzielle Mittel benötigen wir um zur Deckung der Unkosten der Helfer, Wohnungsrenovierungen, Transportkosten, Vereinsbeiträgen (z.B. Sportvereinen), etc.

Wenn Sie unsere Arbeit finanziell unterstützen möchten, freuen wir uns über Ihre Geldspende:


Gemeindekasse Dielheim
Verwendungszweck: AK Asyl
Sparkasse Heidelberg

IBAN: DE 79 6725 0020 0059 9000 64


Spendenquittungen können ausgestellt werden.


Sprechcafé 


Die aktuellen Termine für das Sprechcafé Arbeitskreis Asyl finden Sie im Veranstaltungskalender der Gemeinde.


3 Jahre Arbeitskreis Asyl Dielheim


Im Dezember 2015 rief die Gemeinde die Einwohner auf, sie bei der Integration der bereits in Dielheim lebenden und zu erwartenden Flüchtlingen zu unterstützen.


Aufgrund der Höhe der Zuweisung war die Unterstützung durch freiwillige Helfer dringend notwendig und eine große Entlastung für die Gemeindeverwaltung. Nach Gesprächen mit anderen Helferkreisen in der Region startete der Arbeitskreis Anfang 2016 mit seiner Arbeit.

In der Anfangsphase wurde überwiegend „Hilfe beim Ankommen“ der Flüchtlinge in der Gemeinde geleistet — wo finde ich was, wo ist die nächste Bushaltestelle oder Arzt, welches Freizeit- und Sportangebot gibt es im Ort u.v.m.


Angemietete Wohnungen wurden, auch mit Unterstützung von Flüchtlingen, renoviert. Ein- und Umzüge mitorganisiert und unterstützt. Die Beschaffung von Möbeln u.a. war ebenfalls ein Punkt der Hilfe. Gerade Familien ermöglichte man so eine menschenwürdige Unterkunft. Um der Menge an Möbelspenden Herr zu werden, wurde ein „Möbellager“ eingerichtet, auf das bei Bedarf zurückgegriffen werden kann.


Im Frühjahr 2016 konnte dann auch eine Kleiderkammer eröffnet werden. Bei der Menge an gespendeten Kleidern, Spielen Geschirr u.a. war schnell klar, dass ein Umzug in größere Räumlichkeiten nötig wird. Im Herbst 2017 dann der Umzug in den „Willkommenstreff“ sowie die Spenden allen Bedürftigen in Dielheim und Ortsteilen zur Verfügung zu stellen.


Neben diesen Aktivitäten, die den Flüchtlingen den Start in der Gemeinde erleichtern, bildeten sich nach und nach Patenschaften zwischen einzelnen Helfern und den einzelnen Flüchtlingsfamilien bzw. Flüchtlingsgruppen. Hilfe ist besonders bei Behördenfragen, Schule, Kindergarten und Arbeit nötig. Es konnten schon viele Praktika und Arbeitsstellen vermittelt werden. Besonders erfreulich ist, dass einige Flüchtlinge auch eine Berufsausbildung beginnen konnten.


Ganz wichtig war uns auch Sprachkurse anzubieten. Durch ehrenamtliche Pädagogen konnte auch dieses Angebot geleistet werden. Heute werden diese durch offizielle Kurse, wie z. B. Integrationskurse, angeboten.


Der Arbeitskreis trifft sich in Abständen von ca. 10 Wochen im Gewölbekeller des Rathausnebengebäudes mit Vertreter der Gemeinde zum Rückblick und Austausch. Termine werden rechtzeitig im Mitteilungsblatt und auf der Homepage der Gemeinde bekanntgegeben. Ein monatliches Treffen des Arbeitskreises findet im Edith-Stein-Haus — „Sprechcafe“- statt.


Im Laufe der vergangenen drei Jahre kamen immer wieder neue Bürger der Gemeinde hinzu, die unsere Arbeit unterstützen, anderseits haben sich aber auch viele Unterstützer zurückgezogen, so dass wir uns immer freuen, wenn neue Helfer zu unseren Treffen kommen und sich für die Arbeit zur Integration der Flüchtlinge interessieren.


Weitere Infos zur Arbeit des Asylkreises folgen……..


Peter Blaser


Arbeitskreis Asyl Dielheim


Männchenkette_Willkommenstreff​​​​​​​


Willkommenstreff / Kleiderkammer


Die Kleiderkammer der Gemeinde befindet sich in der Landfriedstr. 10 in Dielheim.

Öffnungszeiten:   Montag von 19.30 Uhr - 21.00 Uhr 

                               


Wir suchen noch dringend Helfer für die Warenausgabe. Interessenten wenden sich an das Ordnungsamt - Herrn Bender oder Frau Grabenbauer:

Tel. 06222 / 78138.




Sonstiges


Flüchtlingsunterkunft öffnete ihre Türen - Anschlussunterbringung in der Mühlstraße in Horrenberg                                          28.07.2018


Die Gemeinde Dielheim bot allen Bürgern und Interessierten mit einem Tag der offenen Tür einen Blick in die neue Flüchtlingsunterkunft an, die in der Mühlstraße in Horrenberg entstanden ist. Die vielen Besucher konnten sich von der schlichten und zweckmäßigen Einrichtung vor Ort selbst ein Bild machen, noch vor dem Einzug der ersten Bewohner.

Aus Mangel an Wohnraum konnte die Gemeinde bereits 2017 die Aufnahmequote nicht erfüllen. Darum hatte man sich entschieden, auf drei gemeindeeigenen Grundstücken in Dielheim und Horrenberg Wohnmodule zu errichten, die zusammen Platz für maximal 72 Personen bieten.

Die Pflicht zur kommunalen Anschlussunterbringung von Flüchtlingen stellt für viele Kommunen im Rhein-Neckar-Kreis nach wie vor eine große Herausforderung dar. Nach dem Flüchtlingsaufnahmegesetz sind die Stadt- und Landkreise verpflichtet, die zugewiesenen Flüchtlinge unterzubringen. Nach maximal 24 Monaten erfolgt der Wechsel in die kommunale Anschlussunterbringung, also in die Gemeinden.

In Dielheim zeigt sich die Gemeindeverwaltung überzeugt, dass durch die Initiativen und das Engagement der Menschen vor Ort ein wichtiger, unverzichtbarer Beitrag geleistet werden kann. Der Arbeitskreis Asyl Dielheim, mit Peter Blaser an der Spitze, ist hier nach wie vor eine unverzichtbare Hilfe bei der Begleitung der Flüchtlinge im Ort.


Etwa 100 Flüchtlinge werden zurzeit von den Ehrenamtlichen in vielfältiger Weise unterstützt. Trotz dem großen Angebot werden weiterhin Helfer gesucht, die zum Beispiel als Paten einen Flüchtling oder eine Flüchtlingsfamilie begleiten, um ihnen die Integration in Deutschland zu erleichtern.

Der ehrenamtlich tätige Arbeitskreis Asyl hatte diesen Tag zusammen mit den Hauptamtlichen der Rathausverwaltung Uwe Bender, Marcel Mohr, Birgit Grabenbauer und Nico Philipp organisiert und durchgeführt. Bei Kaffee und Kuchen ergaben sich interessante und informative Gespräche, zum Teil auch kritischer Natur. Den Nachfragen stellte sich auch Bürgermeister Thomas Glasbrenner, der sich über das insgesamt positive Resümee des Nachmittags sehr freute.


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Letzte Änderung: 04.11.2019 09:35 Uhr