Schutz der Feuersalamander bei den Dielheimer Windhöfen

Salamander gehören zu den geschützten TierenDie liebenswerte und übrigens auch geschützte Amphibienart wandert in feuchten Frühjahrsnächten aus ihren Winterquartieren im Wald hinüber zum Melschbach, um dort im Wasser ihre Larven abzusetzen. Zum Schutz der Population wird seit einigen Jahren die Schranke im Bereich der Strecke des Gemeindeverbindungsweges zwischen den Dielheimer Windhöfen und Tairnbach von freiwilligen Helfern während der Wanderphase nächtens geschlossen. Diese Maßnahme dient dazu, die Population des Feuersalamanders zu erhalten.


Die freiwilligen Helfer sind vor allem bei „Froschwetter“ im Einsatz. Tagsüber sind die Schranken offen, denn da findet keine Amphibienwanderung statt. Auch in vielen Nächten, wenn es zu kalt und zu trocken ist, braucht die Durchfahrt nicht gesperrt zu werden. Auf diese Weise werden einerseits die Amphibien wirksam geschützt, andererseits die Nutzer der Straße möglichst wenig beeinträchtigt. Der Einsatz zeigt Wirkung: Es geht mit der Feuersalamander-Population wieder bergauf.





Die obere Schranke steht gleich nach der Einfahrt zum „Windhof“, die untere am Ende des Dielheimer Waldes am Abzweig zur Tairnbacher Hütte. An den Einmündungen zur K 4171 bei den Windhöfen und zur K 4271 bei Tairnbach wird mit Schildern darauf hingewiesen, dass die Schranken zur Amphibienwanderung geschlossen sein können. Wenn eine „Wandernacht“ bevorsteht, schließt ein ehrenamtlicher Helfer die Schranke in der Abenddämmerung und öffnet sie wieder mit der Morgendämmerung. Ab sofort bis Mitte Mai muss also an diesem Abschnitt mit nächtlichen Verkehrsbehinderungen gerechnet werden, wenn es nass ist und über 5°C hat.


Auch außerhalb der Schranken wandern Feuersalamander und andere geschützte Amphibien, zum Beispiel auf dem Weg zur Tairnbacher Hütte und unterhalb des Kratzenbergs. Wer hier herausfährt, um Natur zu erleben, sollte auch in der Lage sein, Rücksicht zu nehmen: besonders langsam fahren, anhalten, wenn Sie Tiere auf dem Weg sehen, und am besten den Bereich nachts im März/April mit dem Auto ganz meiden, damit die Natur auch einmal Natur sein kann.


Feuersalamander bringen im Gegensatz zu den übrigen Amphibien ihren Nachwuchs nicht als Laich, sondern als fertig ausgebildete Larve im Gewässer zur Welt, sie sind „lebendgebärend“. Diese Besonderheit, aber auch ihre bedächtigen, gummiartigen Bewegungen und sicherlich auch ihre geringe Scheu gegenüber Menschen tragen dazu bei, dass die Feuersalamander bei den meisten Menschen sehr beliebt sind und die Maßnahmen zu ihrem Schutz auf besonderes Verständnis stoßen.


Autofahrer werden gebeten, nicht zuletzt zur eigenen Sicherheit, die Beschilderung und die Abschrankung zu beachten und den Bereich langsam anzufahren bzw. ganz zu meiden. Insbesondere in Nächten mit Niederschlag und Temperaturen oberhalb 5°C muss mit geschlossener Schranke gerechnet werden.


Letzte Änderung: 05.02.2018 09:13 Uhr