Geschichte Balzfeld: Gemeinde Dielheim

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Balzfeld

Nicht eindeutig klären läßt sich die Frage, ob Balzfeld bereits 1272 zusammen mit Horrenberg an das Hochstift Speyer gefallen war. Die erste urkundliche Erwähnung Balzfelds datiert vom 22. November 1306. Die Kalbspergament-Urkunde wurde anlässlich eines Güterverkaufs in Balgesuelt (Balzfeld) vom Wormser Gerichtshof ausgefertigt, als der Edelknecht Reinbodo von Talheim und seine Ehefrau Hedwig von den ihnen zustehenden jährlichen Einnahmen in Balzfeld 10 Malter (1285,5 1) Korn an Benzo, den Dekan der St. Germankirche zu Speyer, für die Summe von 25 Pfund 10 Schilling veräußerten. Aus der Urkunde geht weiter hervor, dass Reinbodo und Hedwig von Talheim jährlich weitere 10 Malter Korn aus ihren Balzfelder Gütern bezogen, also nur die Hälfte ihrer Einnahmen verkauft hatten. Die Güter stellten laut Urkunde ein Erbe aus den Händen der Kinder des Reinhard von Binau dar, das Reinbodo und Hedwig von Talheim als Eigengut und nicht als Lehen innehatten. Als Bürgen für den Vertrag stellten sich Vogt Diether von Horrenberg, Reinhard von Horrenberg, der Müller Konrad aus Balzfeld und Walther der Junge, wohnhaft bei der Kirche in Balzfeld, zur Verfügung. Bei etwaigen Unstimmigkeiten bezüglich des Vertrages sollten sich die genannten Bürgen mit Dekan Benzo zur Klärung der Streitigkeiten in einem Horrenberger Gasthaus treffen.

1310 und 1316 verkauften Reinbodo und Hedwig von Talheim auch ihre restlichen Balzfelder Einkünfte an Benzo und überließen ihm als Pfand für die pünktliche Zahlung ihre Besitzungen im benachbarten Schlupferstatt. Die schon früh untergegangene Burg Schlupferstatt könnte ein erster Herrschaftssitz der Talheimer in der hiesigen Gegend gewesen sem.

Die späteren Beziehungen der Pfarrei Balzfeld zu Schlupferstatt haben möglicher weise auch in der uralten Verbindung der Familie von Talheim zu Balzfeld ihren Ursprung.

Die erst relativ späte urkundliche Erwähnung von Balzfeld sagt nichts über das tatsächliche Alter des Dorfes aus. Siedlungsgeschichtlich gesehen wäre es denkbar, daß die ersten Siedler spätestens zu Beginn der deutschen Binnenkolonisation vom altbesiedelten Dielheim aus dem Leimbachlauf folgend ein früh- oder hochmittelalter liches Dorf gründeten. Somit kann man von einer Gründung Balzfelds zwischen 800 und dem Jahr 1000 ausgehen. Bei Betrachtung der anfänglichen kirchlichen Zugehörigkeit (Sendfiliale von Hoffenheim) und einiger herrschaftspolitischer Verbindungen erscheint es durchaus wahrscheinlich, daß Balzfeld als Ausbauort von Hoffenheim aus gegründet worden ist.

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2006 feierte der Ortsteil Balzfeld mit einem bunten historischen Markt sein 700-jähriges Bestehen.

Die Dielheimer Ortschronik kann im Bürgerbüro des Rathauses zum Preis von je 25 € erworben werden.

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